Personenlexikon
Johann Heinrich Jung-Stilling begegnete im Laufe seines Lebens zahlreichen Menschen, die ihn begleiteten, förderten, prägten oder sich kritisch mit ihm auseinandersetzten. Zu ihnen gehörten Schriftsteller und Theologen ebenso wie Ärzte, Gelehrte, Freunde, Familienangehörige und politische Persönlichkeiten.
Dieses Personenlexikon stellt sie vor und zeigt, in welcher Beziehung sie zu Jung-Stilling standen. Die Einträge enthalten Lebensdaten, biografische Informationen, Hinweise auf gemeinsame Wirkungsorte sowie weiterführende Quellen. Über die Suche und die verschiedenen Beziehungsgruppen lässt sich das Lexikon gezielt erkunden.
Liegt ein historisch belegtes Bildnis vor, wird die Person anhand dieser Vorlage als Bleistiftzeichnung dargestellt. Ist kein gesichertes Porträt bekannt, erscheint stattdessen ein historisch gestaltetes Monogramm. So bleibt nachvollziehbar, welche Darstellungen auf überlieferten Bildquellen beruhen.
Alexander I. von Russland
Jung-Stillings weitreichende religiöse Publizistik führte in seinen späteren Jahren auch zu einer Verbindung mit Zar Alexander I.
Karl Friedrich von Baden
Holte Jung-Stilling nach Baden und band ihn als persönlichen Berater und Vertrauten an sein Umfeld.
Elisabeth Coing
Dritte Ehefrau Jung-Stillings; Tochter des Marburger Theologieprofessors Johann Franz Coing.
Samuel Collenbusch
Freund Jung-Stillings und wichtiger Gesprächspartner innerhalb des pietistisch geprägten bergischen Netzwerks.
Johanna Dorothea Katharina Fischer
Mutter Johann Heinrich Jung-Stillings; sie starb bereits in seiner frühen Kindheit.
Johann Wolfgang von Goethe
Straßburger Freundeskreis; unterstützte Jung-Stilling persönlich und trug wesentlich zu seiner frühen literarischen Bekanntheit bei.
Johann Georg August von Hartmann
Studierte Kameralwissenschaften bei Jung-Stilling in Heidelberg und stand in persönlichem Kontakt zu seinem Lehrer.
Friedrich Arnold Hasenkamp
Freund Jung-Stillings und Lavaters innerhalb eines überregionalen religiösen Netzwerks.
Johann Gerhard Hasenkamp
Religiöser Weggefährte innerhalb des rheinisch-westfälischen pietistischen Netzwerks.
Johann Gottfried Herder
Begegnungen im Straßburger Umfeld; wichtiger geistiger und intellektueller Bezugspunkt.
Christine Heyder
Erste Ehefrau Jung-Stillings; die Ehe wurde 1771 in Ronsdorf geschlossen.
Friedrich Heinrich Jacobi
Freund Jung-Stillings; beide verband insbesondere die Bedeutung des Glaubens als persönlicher innerer Gewissheit.
Caroline Jung
Tochter Jung-Stillings mit eigener pädagogischer Tätigkeit; leitete das von Graimbergsche Töchterinstitut in Karlsruhe.
Johann Helman Jung
Vater Jung-Stillings; seine handwerkliche und praktische Lebenswelt gehörte zum unmittelbaren familiären Hintergrund des späteren Schriftstellers, Arztes und Hochschullehrers.
Friedrich von Jung-Stilling
Sohn Jung-Stillings aus dritter Ehe; später Oberpostmeister und Staatsrat in Riga.
Johann Caspar Lavater
Freund Jung-Stillings und wichtiger religiöser Bezugspunkt innerhalb eines überregionalen geistlichen Netzwerks.
Franz Christian Lerse
Freund aus dem Straßburger Kreis um Johann Daniel Salzmann.
Johann Friedrich Lobstein der Ältere
Prägender medizinischer Lehrer Jung-Stillings in Straßburg, besonders für dessen Ausbildung in der Augenheilkunde.
Johann Friedrich von Meyer
Stand im religiös-theosophischen Umfeld der Erweckungsbewegung mit Jung-Stilling in Verbindung.
Johann Friedrich Mieg
Stand in persönlicher Beziehung zu Jung-Stilling; eine Tochter Jung-Stillings wuchs als Pflegetochter im Hause Mieg auf.
Christoph Friedrich Nicolai
Vertreter der Berliner Aufklärung; nach 1779 kam es auch zum Bruch mit Jung-Stilling.
Johann Daniel Salzmann
Mittelpunkt der Straßburger Tischgesellschaft, die Jung-Stilling mit Goethe, Lerse und weiteren jungen Gelehrten verband.
Jakob Sarasin
Späte persönliche Freundschaft; Teil eines bürgerlichen und religiös-intellektuellen Netzwerks, das auch Lavater und Lerse verband.
Friedrich Heinrich Christian Schwarz
Zunächst Freund Jung-Stillings, seit 1792 durch die Ehe mit dessen Tochter Johanna Magdalena auch Schwiegersohn.
Johanna Magdalena Margaretha Schwarz, geb. Jung
Tochter Jung-Stillings und Ehefrau Friedrich Heinrich Christian Schwarz'; Verbindung zwischen Familiengeschichte und theologischer Wirkungsgeschichte.
Selma von St. George
Zweite Ehefrau Jung-Stillings; die Ehe wurde 1782 in Kreuznach geschlossen.
Christian Friedrich Graf zu Stolberg-Wernigerode
Jung-Stilling hielt sich 1789 längere Zeit in Wernigerode auf und beriet den Grafen offen auch in Regierungsfragen.
Johann Anton Sulzer
Konfessioneller und theologischer Diskussionspartner; Jung-Stilling antwortete 1811 auf eine von Sulzer 1810 veröffentlichte Schrift.
Gerhard Tersteegen
Wichtiger Vertreter des rheinischen Pietismus und ein geistiger Bezugspunkt des religiösen Milieus, in dem Jung-Stilling stand; kein persönlicher Kontakt wird hier vorausgesetzt.
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