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Jung-Stilling-Gesellschaft Siegen, e.V.

Die vielfältigen Anregungen, die Jung-Stilling durch sein Leben und durch seine zahlreichen und oft umfangreichen Veröffentlichungen gegeben hatte, fanden bis heute einen bedeutenden Widerhall.

An der Universität Siegen wurde 1986 ein „Forschungsvorhaben Jung-Stilling“ im damaligen Fachbereich Wirtschaftswissenschaften eingerichtet. Dessen Leiter, Professor Dr. Gerhard Merk, gab mehrere ökonomische Schriften von Jung-Stilling im Neudruck heraus. Das unerwartet starke Echo mit Zuschriften aus aller Welt gaben den Anlass, die in der Jung-Stilling-Forschung einzeln tätigen Persönlichkeiten in einer eigenen wissenschaftlichen Körperschaft zu sammeln.

Zu diesem Zweck wurde zu Jahresbeginn 1989 die Jung-Stilling-Gesellschaft als eingetragener Verein beim Amtsgericht Siegen gegründet. Er ist behördlich als gemeinnützig anerkannt.

Die Satzung nennt in § 2 als Ziel des Vereins die Erforschung der Person und des Werkes von Johann Heinrich Jung-Stilling. Dieses Vereinsziel soll im einzelnen durch die Förderung bezüglicher Forschungsarbeiten, durch Unterstützung entsprechender Veröffentlichungen, durch die Veranstaltung von wissenschaftlichen Tagungen und durch die Sammlung von Archivmaterial erreicht werden.

Die Mitgliedschaft im Verein steht nach § 4 jedermann offen. Die Aufnahme als Mitglied geschieht allein durch den Präsidenten, der so sicherstellt, dass sich die Mitgliedschaft auf Personen beschränkt, die sich dem Vereinsziel auch verbrunden fühlen. Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit möglich.

Präsident der Jung-Stilling-Gesellschaft ist seit 2013 Herr Diplom-Kaufmann, Dr. Eckehard Krah. Er löste den seit 2008 amtierenden Herrn Oberstudienrat Diplom-Mathematiker Ortwin Brückel ab, welcher wiederum den Gründungspräsidenten, Herrn Professor Dr. Gerhard Merk, durch einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung ablöste.

Der Geschäftsführer ist für die wirtschaftlichen und rechtlichen Belange des Vereins zuständig. Dieses Amt hat seit 2008 Herr Steuerberater Ralph Edelhoff in Kreuztal inne.

Wenn es das Interesse des Vereins erfordert, muss eine Mitgliederversammlung einberufen werden. Sämtliche Amtsträger arbeiten ehrenamtlich.

Die Jung-Stilling-Gesellschaft hat seit der Gründung zwei Schriftenreihen im eigenen, dem Verein zugeordneten Verlag auf den Weg gebracht: „Jung-Stilling-Studien“ und „Jung-Stilling-Schriften“.

In der Reihe „Jung-Stilling-Studien“ sind erschienen:

Band 1: Johann Heinrich Jung-Stilling: Geister, Gespenster und Hades. Wahre und falsche Ansichten, hrsg. von Gerhard  Merk 1993

Band 2: Johann Heinrich Jung-Stilling: Mehr Wohlstand durch besseres Wirtschaften. hrsg. von Gerhard Merk, 1994

Band 3: Jung-Stilling im Bergischen Land . Von Erich Mertens. 1995

Band 4: Kosmologie und Pneumatologie bei Jung-Stilling. Von Jacques Fabry, 2006

Band 5: Johann Heinrich Jung-Stilling: Über die Ursprünge von Gebirgen und Erzgängen, hrsg. von Reinhard Düchting und Manfred Mindt, 2004.

In der Reihe „Jung-Stilling-Schriften“ erschienen:

Band 1: Johann Heinrich Jung-Stilling als Sozialethiker. Von Alfred Klose, 1992

Band 2: Hat Jung-Stilling recht? Von Haltaus Unverzagt, 1992

Band 3: Johann Heinrich Jung-Stilling: Aus Wirtschaft und Gesellschaft. Ausgewählte kleinere Abhandlungen, hrsg. von Gerhard Merk, 1992

Band 4: Johann Heinrich Jung-Stilling: Stahlhandel, Metallverarbeitung und Mechanisierung im Bergischen Land. Beobachtungen und Einschätzungen, hrsg. von Gerhard Merk, 1992

Band 5: Johann Heinrich Jung-Stilling: Bildungsfehler und Überfeinerung. Sozialer Abstieg von Familien und Staaten, hrsg. von Gerhard Merk, 1992

Band 6: Johann Heinrich Jung-Stilling: Briefe eines reisenden Schweizers über die Einrichtung der Fruchtmärckte, hrsg. von Anneliese Wittmann, 1993

Band 7: Johann Heinrich Jung-Stilling: Rede über den Werth der Leiden, hrsg. von Erich Mertens, 1998

Band 8: Markus Schmeck: Ökonomischer Fortschritt durch bessere Bildung. Wirtschaftsberufliche Vorschläge bei Johann Heinrich Jung-Stilling, 2003

Band 9: Johann Heinrich Jung-Stilling: Erzählungen, hrsg. von Erich Mertens, 2003

Daneben wurden im Verlag der Jung-Stilling-Gesellschaft eine Reihe weiterer Werke herausgegeben, unter anderem:

  • Johann Heinrich Jung-Stilling: Geschichte meiner Staar Curen und Heylung anderer Augenkrankheiten, hrsg. von Gerhard Berneaud-Kötz, 1992
  • Jung-Stilling-Lexikon Medizin, hrsg. von Klaus Pfeifer, 1996
  • Jung-Stilling-Lexikon Forsten, hrsg. von Reidmar Egidi, 1997
  • Auf den Spuren von Jung-Stilling. Studien zu KJohann Heinrich Jung-Stilling, hrsg, von Erich Mertens 1998
  • Jean-Fréderich Oberlin et jean Henri Jung dit Stilling. Les „Scènes de l’Empire des Esprits“, hrsg. von Petra Mertens-Thurner, 2004
  • Johann Heinrich Jung-Stilling: Versuch eines Lehrbuchs der Landwithschaft der ganzen bekannten Welt in so fern ihre Produkten in den Europäischen Handel kommen, 2009.
  • Sämtliche der genannten Veröffentlichungen sind durch Spenden seitens der Mitglieder des Vereins und von Stillings-Freunden nah und fern finanziert worden.
  • Die Jung-Stilling-Gesellschaft hat in Verfolg ihres Vereinsziels inzwischen ein umfangreiches Jung-Stilling-Archiv aufgebaut. Dieses betreut die Universitätsbibliothek Siegen. Das Archiv ist öffentlich zugänglich.
  • Mit dem „Forschungsvorhaben Jung-Stilling“ an der Universität Siegen und dem Forschungskoordinator des Projektes, Herrn Diplom-Kaufmann Dr. Eckehard Krah, bestehen enge und freundschaftliche Beziehungen.